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VMware unter Druck: Welche Alternative gibt KMU wieder Planungssicherheit?

Die Frage ist nicht, ob VMware technisch funktioniert. Entscheidend ist, ob Lizenzmodell, Kosten und Abhängigkeit noch zur eigenen IT-Strategie passen. Dieser Beitrag zeigt, welche Handlungsoptionen KMU haben und wie ein Plattformwechsel kontrolliert statt als Big Bang gelingt.

Im August 2026 führten wir ein Webinar zum Thema «Virtualisierung im Wandel – Unsicherheitsfaktor VMware» durch. Sie haben es verpasst? Kein Problem wir haben es für Sie aufgezeichnet.

Was nehmen Sie mit?

  • Welche Auswirkungen die Veränderungen rund um VMware auf KMU haben
  • Welche drei Handlungsoptionen realistisch sind
  • Wann HPE Morpheus als VMware-Alternative infrage kommt
  • Wie sich virtuelle Maschinen mit planbarem Risiko migrieren lassen
  • Welche Kosten und Einsparungen in einem konkreten Beispiel entstehen können

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Warum müssen KMU ihre VMware-Strategie jetzt überprüfen?

VMware war über viele Jahre der Standard für die Servervirtualisierung. Die Technologie ist etabliert und robust. Verändert haben sich vor allem die wirtschaftlichen und strategischen Rahmenbedingungen. Deshalb empfehlen wir von SmartIT jetzt die VMware-Strategie zu überprüfen.

Im Webinar berichteten wir von Vertragsverlängerungen mit drei- bis fünfmal höheren Lizenzkosten gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verschwinden kleinere Editionen, die auf typische KMU-Umgebungen zugeschnitten waren. Hinzu kommen neue Architekturvorgaben und eine stärkere Abhängigkeit vom Hersteller. Für IT-Verantwortliche wird es dadurch schwieriger, Kosten, Betrieb und technische Roadmap verlässlich zu planen. 

Technische Einordnung

Bei einem Plattformwechsel geht es nicht nur um den Hypervisor. Moderne Virtualisierungsplattformen müssen deutlich mehr Anforderungen erfüllen als noch vor wenigen Jahren.

  • HVM: KVM-basierter Hypervisor für virtuelle Maschinen.
  • HPE Morpheus Manager: zentrale Verwaltung, Provisionierung und Automatisierung.
  • Integration: gemeinsame Verwaltung bestehender VMware- und neuer HVM-Umgebungen.
  • Parallelbetrieb: schrittweiser Übergang ohne sofortige Abschaltung der bisherigen Plattform.

Dadurch entsteht eine Lösung, die nicht nur den Betrieb virtueller Maschinen ermöglicht, sondern auch zukünftige Anforderungen rund um Automatisierung, Self-Service und Hybrid Cloud adressieren kann.   

Welche Vorteile bringt eine strukturierte VMware-Standortbestimmung?

Eine Standortbestimmung schafft zuerst Klarheit. Nicht jede Umgebung braucht dieselbe Antwort. Entscheidend sind Lizenzlaufzeiten, Hardware-Lebenszyklus, Applikationsabhängigkeiten, Betriebsmodell und die langfristige IT-Strategie.

Der Nutzen für das Unternehmen:

  • Planbare Kosten: Lizenz- und Betriebskosten werden über mehrere Jahre vergleichbar.
  • Weniger Projektrisiko: Kritische Systeme werden nicht unvorbereitet migriert.
  • Passende Zielarchitektur: On-Premises, Private Cloud und Public Cloud können sachlich verglichen werden.
  • Investitionsschutz: Bestehende Hardware und Backup-Lösungen werden in die Bewertung einbezogen.
  • Mehr Wahlfreiheit: Entscheidungen basieren auf Anforderungen statt auf Herstellerabhängigkeiten. 

Welche Handlungsoptionen haben VMware-Kunden?

KMU haben grundsätzlich drei Optionen: VMware weiterbetreiben, einzelne Workloads in eine Private oder Public Cloud verschieben oder auf einen alternativen Hypervisor wechseln.
 

1. VMware weiterbetreiben
Ein Weiterbetrieb kann sinnvoll sein, wenn die Umgebung stabil läuft und eine Migration aktuell mehr Risiko als Nutzen verursacht. In diesem Fall müssen höhere Lizenzkosten und zukünftige Architekturvorgaben frühzeitig budgetiert werden. Der Vorteil liegt im geringen unmittelbaren Migrationsaufwand. SmartIT unterstützt bestehende VMware-Umgebungen weiterhin.

2. Workloads in eine Private oder Public Cloud verschieben
Nicht jede virtuelle Maschine muss weiterhin auf eigener Hardware laufen. Ein anstehender Hardwarewechsel oder eine Lizenzverlängerung kann der richtige Zeitpunkt sein, das Betriebsmodell neu zu beurteilen. Möglich ist auch ein hybrider Ansatz, bei dem einzelne Systeme lokal bleiben und andere zum Beispiel in das SmartIT Datacenter oder eine die Public Cloud wie Microsoft Azure wechseln.

3. Den Hypervisor wechseln
Wer am eigenen Betriebsmodell festhalten, aber die Abhängigkeit von VMware reduzieren möchte, kann eine alternative Virtualisierungsplattform evaluieren. SmartIT setzt im eigenen Datacenter auf HPE VM Essentials und HPE Morpheus Enterprise. Ausschlaggebend waren unter anderem die KVM-Basis, die zentrale Verwaltung, flexible Lizenzmodelle und die Integration mit Veeam. 

 

Wie lässt sich die Migration ohne Big Bang umsetzen?

Ein Hypervisor-Wechsel betrifft nicht nur virtuelle Maschinen. Netzwerk, Storage, Betriebssysteme, Backup, Monitoring und Applikationsabhängigkeiten müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Eine Migration ist erst abgeschlossen, wenn die Anwendung auf der Zielplattform geprüft und fachlich abgenommen wurde.

Je nach Workload kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:

  • Veeam für Standard-VMs mit planbarem Wartungsfenster
  • HPE Zerto für geschäftskritische Systeme mit kurzem Cutover
  • HPE RMT für grössere, ähnlich aufgebaute VM-Bestände
  • Individuelles Vorgehen für ältere Betriebssysteme und Sonderfälle

Das Werkzeug wird durch Kritikalität, Datenmenge und Wartungsfenster bestimmt. Nicht durch die persönliche Präferenz des technischen Teams.

Welche Kosten entstehen bei einer VMware-Alternative?

Eine pauschale Aussage ist nicht möglich, da die Kosten stark von Infrastruktur, VM-Anzahl, CPU-Kernen und Betriebsanforderungen abhängen. Im Webinar wurde jedoch ein Beispiel mit vier Hosts, 45 VMs und 128 Cores vorgestellt.

In diesem Szenario ergaben sich über fünf Jahre folgende Grössenordnungen:

Kosten über fünf Jahre VMware Foundation HPE VM Essentional
Lizenzkosten 121'600 CHF 19'498 CHF
Einmalige Migration 0 CHF 20'000 CHF
Gesamtkosten 121'000 CHF 39'498 CHF
Gesamteinsparung über fünf Jahre: rund CHF 82'000 beziehungsweise 68 %.
Dieses Beispiel dient ausschliesslich der Veranschaulichung. Auch wenn die tatsächlichen Kosten von der jeweiligen Umgebung abhängen, zeigt das Beispiel deutlich: Eine fundierte Entscheidung sollte auf den Gesamtkosten über mehrere Jahre basieren und nicht allein auf den einmaligen Migrationsaufwänden. 

 

Wie starten Unternehmen eine VMware-Migration?

Eine VMware-Migration muss kein risikoreiches Grossprojekt sein. Im Webinar wurde ein strukturierter Ansatz vorgestellt, der Unternehmen erlaubt, die bestehende VMware-Umgebung weiterhin stabil zu betreiben und gleichzeitig schrittweise die zukünftige Zielplattform aufzubauen. Der Fokus liegt dabei auf Planungssicherheit, Risikominimierung und dem Schutz bestehender Investitionen.

1. Assessment

Im ersten Schritt wird die bestehende VMware-Landschaft analysiert. Dabei werden Infrastruktur, virtuelle Maschinen, Applikationsabhängigkeiten, Backup-Konzepte, Betriebsprozesse und Lizenzsituation bewertet. Ziel ist eine klare Ausgangslage für die weiteren Entscheidungen.

2. Definition der Zielplattform

Auf Basis der Analyse wird die zukünftige Architektur definiert. Dabei stehen Anforderungen an Betrieb, Automatisierung, Governance, Skalierbarkeit sowie die Integration bestehender Lösungen im Zentrum. Im Webinar wurde hierfür die strategische Positionierung von HPE Morpheus vorgestellt.

3. Pilotphase

Bevor produktive Workloads migriert werden, empfiehlt sich ein Pilotprojekt. Dabei werden erste Systeme auf die neue Plattform überführt und Betrieb, Prozesse sowie technische Anforderungen validiert. So lassen sich Erfahrungen sammeln und Risiken frühzeitig reduzieren.

4. Migration in Wellen

Anstatt eines Big-Bang-Ansatzes erfolgt die Migration schrittweise in definierten Wellen. Je nach Anforderungen kommen dabei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:

 

  • Veeam-basierter Restore für pragmatische Migrationen
  • HPE Zerto für geschäftskritische Systeme mit minimalen Unterbrüchen
  • HPE RMT für orchestrierte Migrationen grösserer VM-Bestände

 

Der Parallelbetrieb von VMware und der Zielplattform ermöglicht dabei einen kontrollierten Übergang ohne unnötigen Zeitdruck.

5. Stabilisieren und Nacharbeiten

Nach der erfolgreichen Überführung folgen technische und organisatorische Nacharbeiten. Dazu gehören die Optimierung von Betrieb und Monitoring, die Überprüfung von Backup- und Recovery-Prozessen, die Aktualisierung der Dokumentation sowie die schrittweise Stilllegung nicht mehr benötigter VMware-Ressourcen.

Die Kernaussage aus dem Webinar: Eine erfolgreiche VMware-Migration ist kein einzelnes Projekt mit einem Stichtag, sondern ein strukturierter Transformationsprozess. Mit einem klaren Vorgehen aus Assessment, Zielplattform, Pilot, Migrationswellen sowie Stabilisierung und Nacharbeiten lässt sich der Übergang kontrolliert, risikoarm und planbar umsetzen.

Falls für den Parallelbetrieb keine freie Hardware verfügbar ist, kann SmartIT temporäre Systeme für die Übergangsphase bereitstellen.

Nächster Schritt: Klarheit vor Technologieentscheid

Eine strukturierte VMware-Standortbestimmung schafft genau diese Klarheit. Sie zeigt auf, welche Handlungsoptionen bestehen, welche Risiken berücksichtigt werden müssen und welcher Migrationspfad wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.

Die zentrale Frage lautet daher nicht: Welche VMware-Alternative sollen wir wählen?
Sondern: Welche Plattformstrategie unterstützt unsere Geschäftsanforderungen langfristig und bietet die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit?

Erst auf dieser Basis lassen sich fundierte Technologieentscheidungen treffen und Migrationen gezielt planen. Genau deshalb empfiehlt SmartIT, vor jeder Entscheidung zunächst ein Assessment durchzuführen und daraus einen individuellen Fahrplan für die nächsten Schritte abzuleiten. 

Häufig gestellte Fragen

Muss ein KMU VMware sofort ablösen?

Nein. Der Weiterbetrieb bleibt eine mögliche Option. Wichtig ist, Kosten, Vertragslaufzeiten und technische Vorgaben frühzeitig zu prüfen.

Funktioniert HPE Morpheus nur mit HPE-Hardware?

Nein. HVM kann auch auf qualifizierter Hardware anderer Hersteller betrieben werden. Die konkrete Kompatibilität muss anhand der HPE Qualification Matrix geprüft werden. 

Muss die gesamte Umgebung auf einmal migriert werden?

Nein. Empfohlen wird ein Parallelbetrieb mit Pilot und anschliessender Migration in abgestimmten Wellen.

Ist HPE Morpheus für jede VMware-Umgebung die beste Lösung?

Nicht automatisch. Die passende Lösung hängt von IT-Strategie, Hardware, Anwendungen, Betriebsmodell und wirtschaftlichen Anforderungen ab.

 

 

Christoph von Siebenthal, Senior Sales | Account Manager

Christoph von Siebenthal

Senior Sales | Account Manager

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