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Planbar und doch flexibel – Mein Einsatz im Personalverleih

Spitzenbelastungen seines Teams federt Michele Casserini, Leiter Informatik und Qualitätsmanagement bei der Stiftung LebensART mit genau den richtigen Fähigkeiten ab. Er leiht sich diese extern bei SmartIT aus. Nachdem wir ihn zu seinen Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem Personalverleih befragt haben, interessiert uns nun die Sicht von Remo Rüedi, Teamleiter Consulting + Projektmanagement bei SmartIT. Er ist der verliehene Mann innerhalb der Erfolgsgeschichte.
Interview mit Remo Rüedi, Teamleiter Consulting + Projektmanagement, SmartIT Services AG

Remo, Du warst innerhalb des Personalverleih an die LebensART Bärau ausgeliehen. Welche Ausgangssituation hast du dort angetroffen?
Bei der LebensART habe ich Projekte oder Arbeiten vorgefunden, die wegen Personalengpässen nicht weiterverfolgt werden konnten. In einem ersten Schritt musste ich das Sammelsurium an Informationen und angefangenen Projekten ordnen, neue Vorhaben schnüren und diese priorisieren. Zudem musste ich mich zuerst in die neue Organisation einarbeiten, da ich einige Jahre nichts mit dem Kunden zu tun hatte.

Wie war die Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und Dir?
Wir haben gemeinsam Tätigkeiten definiert, welche die interne IT einerseits optimal entlasten und anderseits losgelöst voneinander vorantreibbar sind. Ich habe die Aufgaben nicht einfach entgegengenommen und mich dann für drei Monate verabschiedet, sondern wir haben vereinbart, dass ich ein- bis zweimal pro Woche ganztägig beim Kunden vor Ort anwesend bin und an den Tasks arbeite. An diesen Vor-Ort-Tagen haben wir uns regelmässig abgestimmt.

Welche Skills wurden verlangt? Hast Du andere SmartIT Mitarbeitende einbezogen?
Von mir war weniger technisches IT Know-How verlangt, viel mehr ging es um konzeptionelle Themen und methodische Beratung. Die eine Haupttätigkeit war die Evaluation eines Netzwerkdienstleisters für den Neubau des gesamten Netzwerks am Standort Bärau. Dazu habe ich innerhalb eines strukturierten Evaluationsprozess ein Pflichtenheft erarbeitet, Interviews mit Anbietern geführt und schlussendlich zusammen mit dem Kunden einen Entscheid herbeigeführt. Weiter habe ich eine Roadmap mit den kurz- und mittelfristig anstehenden Vorhaben der Stiftung LebensART erstellt. Daraus resultierten verschiedene Folgeaufträge wie beispielsweise die Erarbeitung eines sogenannten Projektwegweisers, der definiert, wie die IT der LebensART in Zukunft aussieht. Zudem konnten verschiedene Pendenzen und Nacharbeiten im Umfeld der Software-Verteilungs-Lösung identifiziert werden. Für deren Bearbeitung habe ich einen System Engineer der SmartIT mit Spezialisten-Know-How im Bereich Client Engineering / System Center Configuration Management beigezogen. Weiter konnte ich einen Mitarbeitenden der Stiftung LebensART soweit  von seinem daily Business entlasten, dass er die Integrationsprojektleitung eines neu erworbenen Standortes wahrnehmen konnte. Die Aufgaben koordinierte ich mit den passenden Skills von SmartIT. Unsere Betriebsleute übernahmen beispielsweise die Durchführung von Wartungsfenstern. Das Ziel war, dass unsere SmartIT System Engineers den Betrieb stabil am Laufen hielten. Natürlich war ich auch auf Know-How von LebensART Mitarbeitenden angewiesen. Die Kombination aus ihrem unternehmensspezifischen Wissen, dem technischen Know-How unserer SmartIT System Engineers und meinen methodischen und Marktkenntnissen führte schlussendlich zum gewünschten Ergebnis.
 
Wie bist Du die Aufgabe angegangen?
Das Schöne am Personalverleih ist, dass man zusammen mit dem Kunden bestimmen kann, wo und wie der Einsatz am sinnvollsten ist. Klar ist eine Vorstellung über das, was getan werden sollte vorhanden, aber man ist in der Absprache flexibel. Wird festgestellt, dass eine andere Priorisierung sinnvoller wäre, steht einer Anpassung nichts im Wege. Nach der anfänglichen Auslegeordnung habe ich also mit dem Kunden definiert was in der zur Verfügung stehenden Zeit am meisten Entlastung bringen würde.

Wie war der Personalverleih für Dich?
Auf eine gewisse Weise gehört man zum IT-Team des Kunden. Ich kam am Morgen zur Arbeit wie die LebensART Mitarbeitenden auch, habe mit den Leuten dort meine Pausen verbrach und am Nachmittag weitergearbeitet bis Feierabend. Man arbeitet wahrscheinlich in keinem Projekt so eng mit dem Personal des Kunden zusammen wie im Personalverleih. Vielleicht auch weil Personalverleih in der Regel etwas Längerfristiges ist. Man übernimmt die Prozesse, Regelungen und Methoden des Kunden. Dennoch hatte ich meine Aufgaben, die ich abarbeiten musste und um die habe ich mich gekümmert. Anstelle einer Teilnahme an den Team-Meetings hatte ich jedoch separate Abstimmungs-Meetings mit meinen Auftraggebern. Für mich ist der Personalverleih attraktiv, weil er in einem hohen Grad planbar ist. Die mit dem Kunden fix definierten Vor-Ort-Tage gehören zu meinem Wochenrythmus. Das ist für mich etwas Positives und ist eher zu vergleichen mit einem Neueintritt im Teilzeitpensum, als mit einem klassischen Auftragsverhältnis zwischen Dienstleister und Kunde.

Die Stiftung LebensART betriebt die gesamte IT selber. Wie hast du den Know-How Transfer nach Abschluss des Projektes sichergestellt?
Bei einem Teil meiner Aufgabe während meiner Zeit bei der Stiftung LebensART ging es genau um das. Die LebensART erkannte in bestimmten Themen Schulungs- oder Informationsbedarf und meine Aufgabe war es sie aufzudatieren. Bei der Evaluation des neuen Netzwerkdienstleisters war die Arbeit an ein Lieferergebnis gebunden und mit dem Entscheid abgeschlossen. Das ganze Evaluationsprozedere war dokumentiert. Da von mir weniger technisches IT Know-How verlangt war, hat es in vielen Bereichen keine klassische Betriebsübergabe gegeben.

Was hast Du für Dich persönlich aus dem Personalverleih mitgenommen?
Ein spannender Punkt ist der viel tiefere Einblick in ein Unternehmen und dadurch auch in die Branche in der sich das Unternehmen bewegt. Weiter kommt man in einem Personalverleih mit Mitarbeitenden des Kunden ins Gespräch, mit welchen man in einem herkömmlichen Projekt nie ins Gespräch käme. Dadurch ergeben sich Einblicke in das Umfeld des Kunden. Das kann positiv aber auch negativ sein. Man erkennt Herausforderungen nicht nur in der IT, sondern auch im Kernbusiness der Unternehmung.

Du hast die LebensART aus Deiner langjährigen Arbeit bei SmartIT bereits gut gekannt. Inwiefern hat sich dadurch die Herangehensweise verändert/vereinfacht?
Ich hätte sicherlich mehr Einstiegsinformationen und deswegen auch mehr Einarbeitungszeit benötigt. So aber waren mir die grundlegenden Informationen bereits bekannt. Ich war vertraut mit Systemarchitektur, Organisation, Geschäftstätigkeit und Räumlichkeiten der Stiftung LebensART und musste mein Wissen nur noch auffrischen und nicht mehr neu erlangen. Dies hat mir den Einstieg in den Personalverleih sicher vereinfacht.

Hier geht's zum Interview mit Michele Casserini, Stiftung LebensART und seinen Erfahrungen mit dem SmartIT Personalverleih.