Microsoft Inspire 2020: Meine Top Takeaways

Portrait von Daniel Rentsch
Von Daniel Rentsch
 
Wie jeden Sommer, fand auch in diesem Jahr die Microsoft Partnerkonferenz Inspire statt. Unter normalen Umständen reisen jeweils tausende von Partner aus der ganzen Welt in die USA an die Konferenz - diesmal war es eine reine Online-Veranstaltung. Dies hielt den Tech-Konzern aber nicht davon ab, spannende Updates zur Unternehmensstrategie sowie zahlreiche News zu Produkten und Services bekanntzugegeben.
Satya Nadella spricht an der Keynote über die aktuellen Herausforderungen und sagt, dass digitale Technologien für Unternehmen sowohl für die Wiederstandfähigkeit als auch für die Transformation von entscheidender Bedeutung sind. Mit Microsoft 365, Azure und Dynamics 365 sowie den Entwickler-Tools GitHub und PowerPlatform bietet Microsoft die Bausteine für die Realisierung moderner Lösungen. Das Fundament bilden Security, Compliance und Identity. Um diese Themen drehen sich denn auch die Neuerungen.

Microsoft 365 Teams
Nadella erklärt einige der neuen und bevorstehenden Updates für die Collaborations-App. Unter anderem den «Together-Modus», der voraussichtlich im August allgemein verfügbar sein wird. «Der Together-Modus ist eine neue Erfahrung in Microsoft Teams, bei der die Teilnehmer mithilfe von AI digital vor einen gemeinsamen Hintergrund gestellt werden. Dadurch fühlt es sich an, als würden sie im selben Raum sitzen - was die Ablenkung im Hintergrund verringert und es einfacher macht, die nonverbalen Hinweise zu erfassen, die wir vermissen», sagte Nadella. «Gespräche sind viel natürlicher. Die Forschung zeigt, dass das Gehirn bei der Teilnahme an einem Meeting im Together-Modus weniger Anstrengungen unternimmt als bei der Standard-Rasteransicht.»

«Wir ermöglichen ausserdem eine völlig neue Kategorie von Apps und Bots, indem wir Teams enger als je zuvor in Power Platform integrieren», erwähnt der CEO weiter. «Der neue Microsoft Dataflex vereint die schnellen Anwendungsentwicklungsfunktionen von Power Apps mit relationalen Datenbanken, sodass jeder eine intelligente App direkt in Teams erstellen kann.»

Die bereits angekündigte Funktionalität «Microsoft Lists» wird übrigens ebenfalls im August für Teams ausgerollt. Millionen von Anwendern haben im Laufe der Jahre Listen in SharePoint genutzt. Microsoft Lists baut auf SharePoint auf und bringt neue Benutzererfahrungen und Fähigkeiten in die grundlegenden Anwendungen ein. Die App soll Benutzern helfen, Informationen zu verfolgen und ihre Arbeit zu organisieren. Entsprechend kann Microsoft Lists auch in Microsoft Teams verwendet werden. Hier kann entweder eine vorhandene Liste zu einem Teams-Kanal hinzugefügt oder es kann direkt in Teams eine neue Liste erstellt werden.

Microsoft 365 Security + Compliance
Weiter hat Microsoft eine Preview von Microsoft Endpoint Data Loss Prevention für Microsoft 365 lanciert. Die Lösung soll es Unternehmen erlauben, Informationen auf Endpunkten wie Laptops oder Smartphones zu erkennen und zu schützen. Das Ganze baut auf Microsoft Information Protection auf und erweitert die existierenden Funktionen in Microsoft 365. Da die Funktion in Windows 10, in die Office Apps sowie in Microsoft Edge integriert ist, soll sie sehr schnell im Unternehmen ausgerollt und eingesetzt werden können – ganz ohne Software-Agent. Zudem ist der Dienst in Microsoft Teams, Exchange und Sharepoint enthalten und soll Unternehmen unterstützen, Compliance-Regelungen in allen Microsoft 365 Produkten einzuhalten.

Microsoft 365 Universal Print
Mit Universal Print wurde eine weitere Neuerung für Microsoft 365 angekündigt. Die Lösung soll Unternehmen, die in die Cloud ziehen und dort Druck-Jobs erledigen wollen, den Aufbau eines komplexen hybriden Drucker-Setups ersparen.

Azure
Eine überarbeitete Version der hyperkonvergenten Infrastrukturlösung Azure Stack HCI steht nun als Public Preview bereit. Gemäss Microsoft sollen damit Verbesserungen bezüglich Sicherheit, Leistung und hybride Datenverarbeitung ins eigene Datacenter geholt werden. Azure Stack HCI sei für den On-Prem-Einsatz entwickelt worden, um dort «eine hochperformante und hochverfügbare Virtualisierungslösung» bereitzustellen. Die Lösung lässt sich gemeinsam mit weiteren Azure-Ressourcen über das Azure-Portal verwalten. Mit an Bord geholt wurden Hardwarepartner wie HPE, Dell EMC, und Lenovo.

Anpassungen nahm Microsoft auch an den Diensten Azure Migrate und Azure Lighthouse vor. So verfügt Azure Migrate neu über Analyse- und Bewertungsfunktionen für Datacenter, Migrationsszenarien für Server sowie zusätzliche Modernisierungen für die Containerisierung von Anwendungen. In Azure Lighthouse wurden die Multi-Faktor-Authentifizierung sowie das Privileged Identity Management integriert. Letzteres dient zur Überwachung und zum Schutz von Administrator-Konten.

Weitere Infos zu den Microsoft Inspire 2020 Neuerungen finden Sie hier:
https://news.microsoft.com/inspire-2020-book-of-news/