Der ehrgeizige Macher

Portrait von Damaris Oesch
Von Damaris Oesch

Patrick Buser startete seine SmartIT-Karriere vor 16 Jahren als System Engineer. Heute ist er Partner und Mitglied der Geschäftsleitung und auch nach all den Jahren sitzt er mit Leidenschaft am Laptop – und im Cockpit. 

«Ich habe einfach immer Gas gegeben», sagt Patrick Buser über seine Karriere. Sein beruflicher Weg führte ihn so von einer KV-Lehre als Quereinsteiger in die IT und schliesslich in die SmartIT. Dort durchlief er alle Stufen und ist jetzt nach 16 Jahren als Head of Cloud Platform und Mitglied der Geschäftsleitung an seinem bisherigen Zenit angekommen. «Ich hatte eigentlich nie den Anspruch, eine Karriere zu machen», sagt der 42-Jährige, «mir war und ist die Freude an dem was ich tue viel wichtiger als irgendwelche gesellschaftlichen Statussymbole, Macht oder Geld.» Deshalb sei er auch nie einem konkreten Karriereplan gefolgt oder hätte sich schon lange zum Ziel gesetzt, einmal in der Geschäftsleitung einer Unternehmung tätig zu sein. «Ich war einfach ehrgeizig, wollte möglichst viel mitbestimmen können und durfte so immer einen Schritt weiter gehen», sagt Patrick.

Leidenschaft für IT als wichtiger Faktor

Genau dieser Eigenschaft misst er auch heute einen hohen Stellenwert zu: «Ein gesundes Mass an Ehrgeiz ist wichtig, wenn man im Berufsleben wirklich weiterkommen möchte.» Patrick hat aber noch andere Tipps auf Lager, um in der IT-Branche richtig durchzustarten. «Ein guter Informatiker ist einer, für den die IT mehr ist als ein Job und der mit voller Leidenschaft dabei ist», sagt er. Weiter sollten Berufseinsteiger vor allem flexibel sein und sich nicht allzu früh nur auf eine Richtung fokussieren, sondern stets offen bleiben und bereit sein, mit der sich schnell verändernden Branche Schritt zu halten. Genau diese Leidenschaft für neue Technologien treibt Patrick bis heute an. «Grundsätzlich hat fast alles mit IT zu tun», sagt er begeistert, «das fasziniert mich.» Auch die Tatsache, dass sich die Branche in einem ständigen Wandel befindet und nie stillsteht, mag Patrick. «So bleibt mein Job abwechslungsreich und ist ganz sicher nie langweilig – wenn auch manchmal etwas anstrengend», meint er mit einem Augenzwinkern dazu.

Zweite grosse Passion

PA_Pilot1Im Cockpit fühlt sich Patrick richtig wohl. 

Neben dieser Leidenschaft für die Informatik insgesamt gibt es im Leben von Patrick noch eine zweite grosse Passion: Das Fliegen. «Als Kind wollte ich immer Pilot oder Autorennfahrer werden», erinnert sich der Familienvater. Mit diesen Traumberufen ist er in guter Gesellschaft – wer wollte als Kind nicht Pilot werden? – doch es gibt da einen kleinen, wichtigen Unterschied: Patrick ist heute nicht nur Informatiker, sondern auch Pilot. Er hat sich diesen Traum erfüllt und darf Privatflugzeuge fliegen. Aktuell investiert er viel in diese Passion, da er berufsbegleitend die Ausbildung zum Berufspiloten absolviert. «Ich liebe es, zu fliegen, das ist eine riesige Leidenschaft und gibt mir einen Ausgleich zum Alltag», sagt er. Diese Ausbildung ist für Patrick nach über 20 Jahren als Privatpilot die logische nächste Flugmeile, aber nicht gleichzusetzen mit einem Rückzug aus der IT. «Vielleicht arbeite ich irgendwann nebenbei noch als Fluglehrer, aber aufgeben möchte ich meinen aktuellen Job bei der SmartIT sicher nicht», sagt er.

Ausgleich gesucht und gefunden

Durch die Ausbildung hat Patrick weniger Zeit für seine anderen Hobbys. «Klar, die Arbeit und die Ausbildung fordern mich aktuell ziemlich», trotzdem bleibt noch Zeit für andere schöne Dinge im Leben – für Patrick ist das vor allem der Sport, die Familie und das Kochen. Er spielt Eishockey, fährt Velo oder Ski und ist einer Partie Badminton nicht abgeneigt. «Wichtiger als alle Hobbys ist mir aber meine Tochter», sagt der sportbegeisterte Vater. Dadurch komme er jeweils in einen «komplett anderen Film» und finde ganz automatisch einen Ausgleich zu seinem doch manchmal stressigen Berufsalltag.

Manager-Rolle als Herausforderung

Die beiden grössten Leidenschaften im Leben von Patrick scheinen völlig voneinander abgekoppelt zu sein, doch trotzdem gibt es Überlappungen. «Ich bin wohl auch dank meiner Tätigkeit als Pilot sehr entscheidungsfreudig», sagt Patrick und erklärt: «Beim Fliegen muss man viele Entscheidungen schnell treffen und weiss, dass es in heiklen Situationen schlimmer ist, keine Entscheidung zu treffen als eine falsche. Das trainieren wir auch regelmässig.» Im Manager-Alltag sei das manchmal ähnlich und deshalb helfe ihm diese Eigenschaft in seiner aktuellen Rolle in der Geschäftsleitung.

Inmitten der Wolken hat Patrick viel fürs Leben gelernt.

Doch natürlich ist das nicht die einzige Eigenschaft, die eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit seiner Meinung nach auszeichnen sollte. «Grundsätzlich sind gerade im Leadership Soft Skills wie Empathie und Menschenkenntnis besonders gefragt», sagt er. Er versuche deshalb, jeden Mitarbeitenden individuell und situativ zu führen. «Ich verstehe meine Rolle eher als Coach und nicht als autoritäre Führungsperson», sagt er. Allgemein findet Patrick, er entspreche nicht dem Bild eines klassischen Managers. «Ich bin dabei, an dieser Herausforderung zu wachsen und lerne jeden Tag dazu», sagt er. Seit er vor zweieinhalb Jahren als Partner in das Unternehmen eingestiegen ist und als Head of Cloud Platform einen der drei Geschäftszweige verantwortet, befindet er sich in einer persönlichen Transformationsphase: Weg vom Macher und Techniker hin zum Denker und Lenker. Der Übergang vom reinen IT-Macher, der jedes Detail verstanden hat, hin zum Manager, der die technischen Detailfragen anderen überlassen sollte, ist nicht ganz einfach. «Ich muss lernen, loszulassen und die Aufgaben und Verantwortung zu delegieren», sagt Patrick dazu.

Nach 16 Jahren noch Spass am Job

Der Grund, warum sich Patrick dieser Herausforderung stellt und der SmartIT auch nach 16 Jahren treu bleibt, liest sich einfach: «Ich empfinde meine Arbeit als sinnstiftend und mag den guten internen Groove.» Hier könne man wirklich etwas verändern und live erleben, wie die eingesetzten Stunden einen Unterschied machen. «Ich habe auch heute noch Freude an dem, was ich mache», sagt er. Dieser Faktor sei für ihn die ehrlichste Definition von Erfolg und mache einen grossen Unterschied. Damit auch andere diese persönlichen Erfolgserlebnisse machen können, setzt sich Patrick voller Tatendrang und Herzblut ein. «Ich möchte Menschen wirklich weiterbringen und ihnen dazu verhelfen, sich zu entfalten», sagt er über sein grösstes berufliches Ziel.