Citrix Summit 2018: Sun and cloud(s)

Portrait von David Birrer
Von David Birrer
Citrix Summit 2018: Sun and cloud(s)
Citrix Cloud, App-Layering und Citrix Analytics: Die Reise von der winterlichen Schweiz ins sonnige Kalifornien hat sich nicht nur wegen des Wetters gelohnt. An der Citrix Summit 2018 in Anaheim haben wir einige interessante neue Ansätze von Citrix kennengelernt, welche das Leben unserer Kunden erleichtern werden.
Welche Programme kann ich in der Cloud betreiben? Fast jedes Produkt aus der Citrix Palette und daraus folgend praktisch jede Rolle, welche man bis jetzt in einem Datacenter auf einem Server betreiben musste.

Bei XenApp und XenDesktop bedeutet das, dass Delivery Controller, Storefront, Director sowie der Lizenzserver aus der Cloud bezogen werden können. Auch Umsysteme wie den SQL-Server für die Citrix Datenbanken müssen dann natürlich in der Cloud sein.

Die Workloads, also die VDIs oder Terminal Server gibt es jedoch nicht in der Citrix-Cloud. Diese müssten aus Azure oder AWS bezogen werden.

Hier ein Übersicht der Dienste in der Citrix Cloud:



Was sind die Vorteile und warum Citrix Cloud?
Dienste aus der Cloud sind einfach zu betreiben, weil sie „evergreen“ sind, also immer auf dem neusten Stand. Das heisst es sind beispielsweise keine Updates auf den Controller-Komponenten notwendig. Das ist ein riesiger Vorteil. Denn wir wissen ja, dass die Update-Kadenz der Produkte massiv erhöht wurde. Bei XenApp/XenDesktop werden jedes Jahr 2-3 Releases veröffentlicht und der Support von älteren Versionen wird entsprechend früh eingestellt. 

Schneller wird man vorallem in der Bereitstellung, wenn man eine neue Citrix Infrastruktur aufbaut. Ich muss keine Server mehr bereitstellen und Software darauf installieren. Auch die Umsysteme wie der SQL-Server sind in der Citrix Cloud bereits vorhanden.

Flexibler ist man mit diesem Dienst, weil Ressourcen wie Terminal Server oder VDIs in jeder Cloud, aber auch on premise sein können und diese nach belieben skaliert werden können.

Sicherer soll der Dienst auch sein, dabei wird wohl auf die hohe Verfügbarkeit angesprochen. Man nehme als Beispiel die SQL Server welche in der Cloud betrieben hoch verfügbar sind und das ohne teure SQL-Lizenz. Ausserdem ist es möglich, die Nutzerdaten aus der Citrix-Welt zu sammeln und mittels „Citrix Analytics“ zu analysieren, um ungewöhnliche Aktivitäten und Bedrohungen zu erkennen.

Citrix App-Layering
Die Pflege von Plattformen auf traditionellen Client-Server Umgebungen oder auf Citrix ist ein mühsames Unterfangen. Der nicht abreissen-wollende Strom von Updates und hotfixes generiert enormen Aufwand.

Citrix hat in der Vergangenheit bereits unser Leben stark vereinfacht, indem es die Technologien Provisioning Service und Machine Creation Service eingeführt hat. Sie vereinfachen soweit, dass ich die Updates nur noch an einer Maschine machen muss und diese dann mit den oben gennanten Technologien vervielfachen kann. Wenn ich aber viele unterschiedliche Images habe, ist es nach wie vor viel Arbeit diese zu pflegen, denn jedes Image muss einzeln aktualisert werden. Genau da setzt Citix App-Layering an.

Mit App-Layering kann ich Betriebssystem und Software als unabhängige Layers aktualisieren und einem oder mehreren Terminal-Server oder einer VDI‘s zuweisen. Der Unterschied zu klassischem App-Layering, wie man es bereits aus der Microsoft Welt (App-V) kennt, ist aber gross. Man layert mit der Citrix Variante nicht nur die Applikation, sondern auch das Betriebssystem und die Hardware-nahen Tools, wie VMWare Tools oder VDA.

Dies ermöglicht dem Admin sehr flexibel einzelne Komponenten zu aktualiseren und verschiedene Images zu pflegen. Habe ich Betriebsystem-Layer, Plattform-Layer und App-Layer bereit, kann ich die einzelnen Layers entweder statisch zu einer Disk vereinen oder dynamisch, pro Benutzer zuweisen. Bereiststellen tu ich nach wie vor die fertigen Images via Machine Creation Service oder Provisioning Service. Diese Images können aber nun aus den erstellten Layers flexibel generiert werden.



Citrix Analytics
Mit Services in der Cloud und der Arbeitsweise «any device from anywhere» ergeben sich Probleme, die man so in der klassichen IT nicht gekannt hat. Wo früher eine Firewall eine grosse Mauer um die ganze IT gezogen hat, war klar wo der Feind war. Man konnte sich hinter dieser Wand verstecken und war vermeintlich sicher.

Heute haben sich die Anforderungen der Benutzer geändert, Nutzerinnen und Nutzer wollen mobil und ohne Schranken von überall auf jedem Geräte arbeiten und auf Unternehmensdaten zugreifen können. Citrix hat diesen Trend schon lange erkannt und entsprechen mit Produkten bewirtschaftet. Um dies nun noch sicherer zu machen, setzt man auf Machine Learning und Artifical Intelligence mit Citrix Analytics.

Citrix Analytics sammelt Daten aus der kompletten Citrix Palette, von Sharefile zu XenApp/Xendesktop bis um Netscaler. Natürlich kein Geschäftsdaten, sondern die Nutzdaten. Diese Daten werden mit dem intelligenten Machine Learning aufbereitet und in einem Dashboard dargestellt. Daraus wird eine Übersicht zu Sicherheit, Performance und zum laufenden Betrieb erstellt.



So könnte zum Beispiel festgestellt werden, wenn ein Benutzer ungewöhnlich hoher Download auf Sharefile hat und die entsprechenden Personen informieren. Oder wenn eine Komponente noch nicht den aktuellen Security Patch hat.

Weiterführender Link zur Citrix Cloud

Mehr Infos zum Citrix App-Layering

Ergänzende Infos zu Citrix Analytics